Alle Jahre wieder … aber dieses Jahr doch wieder anders!

Was hat beyond-flora dieses Jahr gelernt? Hat die Branche etwas gelernt? Haben die Menschen im Team und ich (Rupert) etwas gelernt?
All das findet sich in unserem Rückblick & Ausblick:
Mitte 2021 habe ich als Optimist gedacht, das schlimmste ist überstanden … okay, wir wollten es wohl auch glauben! In den letzten Wochen wurden wir wieder eines Besseren belehrt und wir schauen uns nun die Auswirkungen auf die Branche und die Kunden(Gesellschaft) an.

Wie nennt man ein ungewöhnliches Jahr nach einem noch ungewöhnlicheren Jahr? Keine Ahnung!
2021 wird vielleicht nicht so im Gedächtnis bleiben wie 2020. Trotzdem ist es sehr besonders, weil sich jetzt die Dinge doch nachhaltig verschoben und verfestigt haben. Hier geht es um die wesentlichen Punkte, die wir für bemerkenswert halten. Gerade weil Sie Auswirkungen haben (werden):

1.

Größer, schneller, weiter? Das ist vorbei! Jetzt geht es um „UND“: Wie kann ich Erfolgreich sein UND das Familienleben gut gestalten? Wie kann ich die Aufträge gut abarbeiten UND Geld verdienen. Und, und, und….

Unseren Online-Kurs Platzhirsch gibt es seit 2018. Seit 2020 gibt es jeweils zum Start ganz andere Wünsche, sowie auch im Jahr 2021. Seitdem geht es nicht mehr um „mehr Umsatz, wie komme ich an Kunden etc.“, sondern um: „Wie kann ich das alles gut kombinieren, ohne dabei komplett ausgelaugt zu sein?“. Wir tragen dem schon Rechnung in der Beratung und werden das noch mal verstärken. Es ist ein toller Ansatz. Großartig, wenn es nicht mehr nur um die Sicherung der Existenz geht, sondern um die Balance zwischen Beruf und Privat. Sicher gibt es weiter Betriebe, die um die Existenz bangen und jeden Tag kämpfen… Die sind aber augenscheinlich nicht in unseren Kursen.

2.

„DIGITAL“ gehört in den Mittelpunkt!
Ich habe gelesen, dass die Ausbildungen der Branche „digitaler angelegt“ werden soll. Leute, das ist viel zu wenig! Sie muss 100 % Digital angelegt werden. Zum einen, weil die Nachwachsenden nun mal so lernen, zum anderen, weil wir als Nischenbranche doch die traditionelle Ausbildung gar nicht mehr gewährleisten können.
Aber unabhängig von der Ausbildung: Hier müssen wir auf die Überholspur, sonst ist in 10 Jahren keiner mehr da. Die einen, weil Sie in Rente sind und alle anderen in attraktiveren Berufen. Von den Werbemethoden etc. sprechen wir später.

3.

Social Media & Web ist ein MUSS! Dort ist der Kunde IMMER, sucht dort und hat Ruhe.
Es bleibt der klarste Trend! Wobei wir klar sagen: Es ist allermeist nicht der Webshop! Da verdienen in vielen Fällen die Verkäufer der Webshops – nicht aber die Inhaber. Ohne Betreiberkonzept und massivstem Werbeeinsatz bleiben die meisten „einer von vielen“. Wir wissen, das z. B. unfassbar viele Gartencenter einen Webshop ans Netz gebracht haben. Die meisten sind „tiefrot“, aber es gibt im Wesentlichen zwei Ausnahmen: A – Der Shop hat etwas Besonderes. Zum Beispiel die regionale Verknüpfung, starke Inhaberprägung oder gute Werbemethodik. B – Der Shop dient als „elektronischer Katalog“ für Abhol- und Zustellkunden der Region. So wird Zeit in der Abwicklung gespart und beide haben ein klares Bild von Produkt, Service und Dienstleistung.
Da geht der Weg hin. Einzelne Spezialisten wird es immer geben. Wer das alles nicht glaubt, kann ja mal bei Buchhändlern schauen, wie viele Webshops nach 20 Jahren Amazon noch da sind. Entweder Spezialisten oder praktisch KEINER. ABER: Die regionalen Geschäfte funktionieren und haben im Hintergrunde einen B2B Webshop.

4.

Wer das Personalproblem nicht löst, braucht über Wachstum nicht mehr nachdenken!
Das ist vielleicht die härteste Erkenntnis. Es gibt faktisch fast keinen Nachwuchs außerhalb derjenigen, die selbst in die Nachfolge gehen. Hierzu bitte nicht nur die Ausbildungsverträge ansehen, sondern auch die Abbrüche in den ersten Monaten!
Wie kann das sein? Augenscheinlich gibt es eine riesige Lücke zwischen der Erwartung und der Realität. Wer das als Betrieb nicht durchbricht, wird nur ganz klein überleben können. Neben Geld und Ausstattung fängt alles aber mit der eigenen Wahrnehmung als Unternehmer:In an, wenn die Kinder schon merken, das ist NUR Arbeit und dafür kaum Geld und Freude? Was erwarten wir? Im Gegenteil, die Eltern sagen ja oft zu mir „Ich will nicht, dass er sich das antut in dieser Branche“! Wahnsinn, oder? Das lassen wir jetzt mal so stehen. Wenn wir schon selbst für die eigenen Kinder den Beruf nicht attraktiv halten, wie wollen wir dann andere begeistern?

Unser Rückblick in 60 Sekunden

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5.

Wir brauchen mehr Größe, einzeln oder gemeinsam
Die Komplexität steigt weiter an. Wer in der Branche überleben will, braucht Größe und Kompetenz oder geht als kleiner Idealist einen anderen Weg. Für die Großzahl geht es aber (weiter) zur Größe und/oder Kooperation. In der Produktion ist Effizienz unverzichtbar, von Energie bis Personal und Technik. Im Handel geht es mehr um Einkaufs Know-how und Zugriff auf (Import-) Ware und vieles mehr. Für alle gilt: Immer mehr Know-how wird gefordert und gebraucht. Permanente Weiterbildung, Wissenstransfer und Möglichkeiten des Austausches untereinander. Das gilt aber auch für die Dienstleister der Branche und Verbände. Sogar für die Zunft der Berater nach unserer festen Überzeugung.

6.

Ohne Weiterbildung wird die Branche nicht aufholen können!
Ich weiß, da sind wir befangen als Anbieter von Weiterbildung! Aber auch besonders engagiert: Weil wir sehen, was erreichbar ist, wenn Betriebe und Menschen sich weiterbilden. Auf einmal gibt es eine klare Richtung im Betrieb, Mitarbeiter können eingestellt werden und sind zufriedener. Die Erträge gehen buchstäblich durch die Decke, die Social Media Accounts werden um ein Vielfaches besser genutzt, Kunden fragen nach und die Sortimente im Verkaufsraum stimmen. Und was noch viel wichtiger ist: Die Inhaber:Innen haben mehr Freude und Stolz in Ihrem Unternehmen. Das alles geht nur mit Veränderung. Veränderung braucht Weiter- und Fortbildung und da gibt es viele Anbieter. Wir sind nur einer mit der Spezialität „Online“.

7.

Spezialisten sind gefragt, keiner muss alles können!
Vielleicht ist es gar nicht so klar, deshalb ein Beispiel: Der Autovermieter Sixt macht mit Sicherheit immer wieder bahnbrechende und zudem sehr witzige Werbung. Ein Konzern mit über 6.000 Mitarbeitern und Umsätzen im Mrd. Bereich. Macht Sixt seine Werbung selbst? NEIN! Übrigens noch nie! Er vertraut wie auch alle anderen großen Unternehmen auf externe Hilfe mit langfristiger Zusammenarbeit durch Agenturen. Sicher gibt er sehr viel Geld dafür aus, davon könnten einige Menschen auch direkt bei Sixt arbeiten und die Werbung machen. Warum machen die es nicht? Weil die Ideen nicht so kommen! Externe sind mehr gefordert, haben den Blick von außen und müssen auch „liefern“ – sonst ist Ihr Job gefährdet. Vertraue also selbst den Experten – genauso wie die Kunden Dir als Experten vertrauen können und sollen.

8.

Du bist was Du denkst.
Wie man die Welt interpretiert und wahrnimmt, ist wesentlich fürs eigene Befinden. Für mich gilt: Ich wähle sorgsamer aus, was ich zur Kenntnis nehme und was ich an mich heranlasse. Bevorzugt sind das Themen und Sachen, die ich beeinflussen und verbessern kann. Aus allem Schwarz/Weiß Logiken halte ich mich raus. Die Branche ist schon komplex genug und wer denkt, alles andere wäre einfach: Ich denke das nicht! Einfache Lösungen gibt es leider oft nicht in einer vernetzten Welt. Wir müssen gut abwägen und dann entschieden, wie es vorwärts geht. Wer erst gut und in Ruhe entscheidet und dann richtig Gas gibt, kommt gut und effizient an.

9.

Sind Blumen & Pflanzen nun Luxus, oder nicht?
Wenn es um Zierpflanzen und Schnittblumen geht: Klares JA, egal wie Nachhaltig produziert. Rein aus Produktionssicht wäre „nicht produziert“ immer noch nachhaltiger. Das sollten wir mal akzeptieren. In der Gesamtbetrachtung ist es anders: Blumen und Pflanzen sorgen für Ausgleich, Ruhe und Freude. Somit haben Sie einen guten Platz in unserem Leben verdient! Sie sind wichtig und haben vielfältige positive Auswirkungen auf Menschen und Psyche. Wie auch Schmuck, Coaching, Kunst und Design.
Das alles sollten wir akzeptieren und ausbauen. So wird auch der Verkauf mehr auf die Emotionen gelegt, statt auf die Produkte an sich. Das Ansprechen der Emotionen ist ein herausragender Faktor für die Nachfrage und die Preisstellung.
Für Sträucher, Bäume, Stauden, Gemüse und vieles mehr ist es anders: Sie sind ein wesentlicher Baustein in der Natur und der Nahrungskette.

Was denkst du über 2021 und was hast du angepackt? Oder was möchtest du beeinflussen oder angehen? Lass es mich wissen, damit wir gemeinsam besser und schneller unsere Ziele und Wünsche umsetzen können!

Hier noch Tipps für die Feiertage und drumherum:

Wenn du deine Ideen strukturieren möchtest, schreib Sie mit unserem neuen Social Media-Aktionskalender auf, Du bekommst ihn kostenlos bis Mitte Januar.

Wenn du denkst, das ganze müsste sich mehr lohnen, dann hol dir ebenfalls gratis unseren „Preise anheben 2022 Leitfaden“

Eine Übersicht unserer Weihnachts-Aktion findest Du hier:

ABER: Was du vor allen Dingen machen solltest:
Zur Ruhe kommen und Zeit für die wirklich wichtigen Sachen nehmen: Familie, Freunde und co. Das neue Jahr kommt von allein und die Arbeit wartet geduldig auf dich…

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